Ein Horoskop beschreibt die Position einiger wichtiger Himmelskörper (Sonne, Erde, Mond, Planeten) zur Geburtsstunde eines Menschen. Aus der Stellung der Planeten zueinander lassen sich Vorhersagen über die Charaktereigenschaften oder den Lebensverlauf eines Menschen erstellen, die Deutung des Horoskopes nennt man Astrologie.
Der Psychologe Prof. Bertram R. Forer führte 1948 mit seinen Studenten einen Test zur Einschätzung der Persönlichkeit und diverser Charaktermerkmale durch. Anschließend gab er den Studenten die jeweilige Auswertung des Persönlichkeitstests und bat sie, auf einer Skala von 1-5 die Übereinstimmung des Testergebnisses mit der eigenen Einschätzung zu bewerten.
Das Ergebnis mit durchschnittlich 4,26 war überraschend hoch.
War es also tatsächlich möglich, die Persönlichkeit eines Menschen mit Mustern zu deuten?
Leider nicht; denn alle Studenten erhielten vom Professor einen identischen Text, den er zuvor aus verschiedenen wahllosen Horoskopen aus handelsüblichen Illustrierten zusammengestellt hatte.
Hintergrund: Menschen neigen dazu, vage und allgemeingültige Aussagen über die eigene Person als zutreffende Beschreibung zu akzeptieren. Diese Verhalten wird auch Barnum- oder Forer-Effekt genannt.
Fazit: mit etwa 70-80%-iger Wahrscheinlichkeit wird ein durchschnittlicher Horoskoptext als zutreffend empfunden; dabei ist es egal, was tatsächlich dort steht oder um welches Sternzeichen es sich handelt. Eine gewandte und durchdachte Schreibweise erhöht den Prozentwert, bzw. verstärkt die Glaubwürdigkeit.
Horoskope sind unterhaltsam, aber bedeutungslos.
Hinterlasse für die Nachwelt deine Weisheiten