Das Schlaublog

Treffpunkt für Schlaumeier, Besserwisser und Neunmalkluge

Es verhält sich so:

Alle Menschen sind schlau.
Die einen vorher, die anderen nachher.

Dass alles irgendwie teurer wird, ist klar.
Die Inflationsrate liegt - bezogen auf die vergangenen 10 Jahre - bei durchschnittlich 1,45% pro Jahr; also 15,5% (exponentielles Wachstum) auf den gesamten Zeitraum.
Wessen Gehalt in den vergangenen 10 Jahren um mindestens 15,5% gestiegen ist, der sollte demnach keine Probleme haben; oder doch?

Das Problem ist, dass natürlich nicht alle Produkte, Waren und Güter in dem gleichen Maß von Preissteigerungen betroffen sind.
Das eigene Konsumverhalten bestimmt also zu einem großen Teil, ob sich die eigenen Lebenshaltungskosten nach oben oder nach unten bewegen.

Noch Ende Mai 2008 betonte der EZB-Präsident Jean-Claude Trichet, es gäbe keinen “Teuro”; es läge nicht an der neuen Währung, dass die Menschen das Gefühl hätten, alles sei besonders mit der Euro-Einführung deutlich teurer geworden.

Besonders die Kosten für Lebensmittel, Autos und Energie sind in den letzten 10 Jahren explodiert.

Produkt (bekannte Marken) 1998 2008 Differenz
       
Bier (0,5l Flasche) € 0,30 € 0,87 + 190%
Radieschen (Bund) € 0,28 € 0,79 + 182%
Joghurt (100g) € 0,20 € 0,30 + 50%
Schokolade (150g) € 1,53 € 2,69 + 76%
Hautcreme (250ml) € 1,70 € 2,99 + 76%
Margarine (500g) € 0,81 € 1,19 + 47%
Tankstellenstaubsauger € 0,26 € 1,00 + 385%
Restpostenshop (jeder Artikel) € 0,51 € 1,00 + 96%
Nudeln (500g) € 0,76 € 1,29 + 69%
Kaffee (500g) € 4,08 € 2,99 - 26%
Fischstäbchen € 2,30 € 1,49 - 35%
Spaghetti-Fertiggericht € 2,30 € 1,99 - 14%
Salatdressing (500ml) € 0,81 € 0,79 - 2,5%

Quelle: Bild

Deutlich günstiger geworden sind hingegen Elektronikartikel, Bekleidung und Möbel.

Ein großer Kostenbereich sind auch die Mieten; diese sind auf einem stabilen und annähernd gleichen Niveau geblieben.

6-mal Fazit:
Wer gerne isst, hat ein Problem.
Wer gerne Auto fährt oder muss, hat ein Problem.
Wer es im Wohnzimmer schön warm mag: der hat ein Problem.

Wer jede Woche einen neuen Computer kauft, der hat Glück.
Wer seinen Kleiderschrank dauernd neu befüllt, hat Glück.
Wer seine Inneneinrichtung regelmäßig erneuert, hat Glück.

Problem:
Den Computer kann man nicht essen, mit dem Kleiderschrank kann man nicht zur Arbeit fahren und die Inneneinrichtung trägt nur dann zur Wohnungserwärmung bei, wenn man diese anzündet.

Ganz schön schlau! Stimmt´s oder stimmt´s nicht?

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3 schlaue Kommentare zu “Ist der Euro ein Teuro?”

  1. Also wenn schon Schlaublog, dann solltest du auch die Inflationsrate über 10 Jahre richtig ausrechnen 1,0145 hoch 10 also 1,155 bzw 15,5%

    oliver

  2. Stimmt!
    Habe ich angepasst, danke für den Hinweis!

    Schlaumeier

  3. Danke!

    Mumchen

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